KANADA & U-S-A
13. Juli 1994
Tag mit Knalleffekt - im wahrsten Sinne des Wortes! Und das ging am Morgen auch gleich los! Nach Aufwachen, Zähneputzen, Frühstücken (8 Personen) packt John eine Remington und eine 40 Jahre alte Winchester (Repetiergewehr) - das erste mit Zielfernrohr - in seinen Dodge-Ram, Heidi, Harald, mich und reichlich Munition dazu und ab geht es in den nahen Steinbruch, wo wir die langersehnten Schießübungen machen wollen.
Schnell sind die mitgebrachten Konservendosen, vorhandene Eimer, alte Fernseher, Bretter etc. aufgebaut und die Remington wird geladen - 6 Schuß - und ich schieße zum ersten Mal im Leben scharf! Der Stein ist gesplittert, die Dose hat (auf 60 m) überlebt! Der zweite und dritte Schuß ist schon besser plaziert und bald fliegen Dosen und Splitter durch die Luft. Heidi versucht es auch - mit gleichem, gutem Erfolg. Dann klemmt eine Patronenhülse und wir steigen auf die Winchester um. Es ist ein kleines, leichtes, sehr handliches Gewehr, der Rückstoß ist jedoch erheblich! Aber unheimlich leicht zu schießen. Keine Dose bleibt heil und nach einer guten halben Stunde ist die Blech- und Schrottjagd beendet. Es war ein tolles Erlebnis. Schießübungen im nahnen Steinbruch
Zurück, heißt es dann Abschied nehmen von Gabi und John, die wir nun im zweiten Anlauf nach 1993 endlich aufgesucht / heimgesucht hatten. Vor allem die Kinder bedauern es, hier wegfahren zu müssen, da sowohl das Reiten, die Hündin Biene, als auch der große Garten es ihnen angetan haben. Nach Abfahrt wird in W.L. noch einmal getankt (billigster Sprit!).
Am Cariboo- Hwy No. 97 geht es Richtung South, über 100 Mile House, Cache Creek. Die Landschaft wechselt schnell von den endlosen Wäldern zu karger wüstenähnlicher Steppe. Zu Mittag machen wir an einem Rastplatz halt und essen im Wagen leckere Brötchen mit Wurst und Tomaten. Es war auch eine Abwechslung dringend nötig, da ich mit der Müdigkeit arg zu kämpfen hatte. Es ist sehr heiß, trotz der paar Regentropfen, die vorher und nachher fallen. Bei Spence Bridge beginnen die ersten Obststände an der Straße. Auf der N°8 East geht es dann bis Merritt an teilweise elenden Behausungen vorbei. In bzw. nach Merritt verfahren wir uns und kommen auf eine falsche Highway (Zollstraße). Ich wende am Hwy, über eine Furt im Mittelstreifen und hänge auch prompt unten an. Wie sich später herausstellt, ist die Treppe zu unserem Camper total verbogen. Jetzt haben wir die Schei.... und müssen sehen, wie wir das wieder richten. Dann beginnt die total neue Autobahn gigantisch zu steigen - bis 1728m (Pennask Summit Pass) - und ich beäuge mißtrauisch den Stand meiner rapide abnehmenden Tankuhr. Doch alles geht gut. Wir kommen in Peachland an den in allen Reiseführern gerühmten Okanagan-See, wo wir am Strand halten und gleich einmal alle baden. Bei der anschließenden Weiterfahrt stellen wir fest, daß der von uns anvisierte Camping 'full' ist - so fahren wir (aufgetankt!) weiter bis zum Illahie Beach RV-Campground (ca. 30 Can.$), wo wir in Ruhe Abendessen. Ich entschließe mich das Zelt aufzustellen, da es hier weichen Rasen gibt! Heute Nacht wird draußen geschlafen. Hoffentlich hält das Wetter!!
Gefahrene Kilometer heute: 480,0; gesamt: 2518,4
(Klaus-Dieter)